Reitstiefel – Das musst du wissen

Reitstiefel sind für jede Art von Reitstil wichtig, vor allem für den Kontakt mit deinem Pferd, um klare und eindeutige Signale beim Reiten geben zu können. Wer das erste Mal richtige Reitstiefel kauft oder sich neue Stiefel zulegen möchte, sollte allerdings wissen, dass es viele verschiedene Reitstiefel gibt, die jeweils ihre Vor- und Nachteile haben. Deshalb ist es für eine gute Wahl entscheidend, sich vorher genau zu überlegen, welche der Reitstiefel am besten zu dir und deinem Pferd passen.

Ob kurz oder lang…

Zu Beginn ist es wichtig zu wissen, dass die Preise zwischen den Stiefeln sehr unterschiedlich sind. Es gibt Reitstiefel oder Stiefeletten aus Gummi für bereits etwa 15 Euro zu kaufen, andere hochwertige Stiefel können dich wiederum bis zu 250 Euro kosten. Markenstiefel sind meistens sogar noch teurer. Deshalb lohnt es sich, vor dem Kauf zu hinterfragen, ob sich eine teure Investition überhaupt lohnt.

Das hängt zum Beispiel davon ab, ob deine Beine und Füße noch im Wachstum sind und sich deine Schuhgröße eventuell noch verändert. Außerdem hängt es damit zusammen, ob du noch am Anfang deiner Reiterkarriere bist und deshalb vielleicht noch gar nicht sicher bist, ob der Reitsport ein langfristiges Hobby wird, oder ob du schon zu den fortgeschrittenen Reitern gehörst, sodass sich teure Reitstiefel lohnen.

Finde deinen Stil

Für jeden Reitstil gibt es verschiedene Stiefel, die für den jeweiligen Stil von Vorteil sind.

Generell gilt: Gummi ist besonders für dein Pferd nicht sehr angenehm und kann dazu führen, dass dein Pferd deine Anweisungen beim Reiten nicht immer richtig versteht. Dazu kommt, dass Gummi manchmal an den Steigbügelriemen hängen bleiben kann und sich das Bein dann nicht so einwandfrei vor oder zurück bewegen kann, wie bei anderen Materialien. Hinzu kommt, dass Stiefel aus Gummi – besonders diejenigen, die es für unter 40 oder 50 Euro zu kaufen gibt – in der Regel einen relativ breiten Schaft haben, sodass sie nicht deinem individuellen Bein optimal angepasst sind. Deshalb eignen sie sich nicht so gut für die Dressur, weil hier kleine Beinbewegungen wichtig sind.

Lederreitstiefel sind oft etwas teurer, aber für das Pferd und den Reiter besonders bequem und geben ein gutes Gefühl. Hier muss man mit über 100 Euro ein bisschen Geld in die Hand nehmen, aber für Reiter, die ab und zu mit ihrem Pferd beispielsweise Turniere reiten wollen, sind Lederreitstiefel besonders geeignet, weil sie zur Turnierausrüstung einfach dazu gehören.

Stiefeletten mit Chaps sind vor Allem für dich geeignet, wenn du eher zu den Freizeitreitern gehörst, die viel im Gelände unterwegs sind, denn hier musst du nicht so viele Paraden geben. Sie sind im Vergleich zu Leder- und Gummistiefeln am bequemsten für den Reiter und sind besonders im Sommer angenehm luftig. Weil es sich aber um ein zweiteiliges Stiefelset handelt, sind sie für den hochwertigen Fortgeschrittenenreitsport eher unpassend.

Wo, wann, wofür?

Es kommt aber abgesehen von Reitstil und dem Material für die Reitstiefel auch darauf an, wo, wann und wofür du deine Stiefel benötigst.

Denn im Winter werden nicht nur Stiefeletten mit Chaps, sondern auch Leder- oder Gummistiefel ohne Fütterung schnell zu kalt und man kann sich erkälten. Deshalb kann es sinnvoll für dich sein, wenn du beispielsweise dein Pferd oft von einer matschigen Wiese holen musst oder du Stiefel für das Reiten im Winter benötigst, Stiefel mit Innenfutter zu kaufen. Das Problem: Wenn man sich dann beim Reiten viel bewegt, werden die warmen Winterstiefel schnell zu warum und fördern schwitzige Füße.

Und auch hier kann es sein, dass der direkte Kontakt zu deinem Pferd durch feinfühlige Bewegungen gestört ist und gute Paraden manchmal negativ beeinflussen können. Deshalb solltest du dir gründlich überlegen, ob gefütterte Winterstiefel für dich wichtig sind.

Eine Übersicht

– Gummireitstiefel sind oft billig, manchmal aber nicht so bequem

– Lederreitstiefel sind etwas teurer, sind aber bequemer und perfekt für den Turniersport

– Stiefeletten mit Chaps gehören zur mittleren Preisklasse, sind bequem und beweglich, eignen sich aber in der Regel nur für das Freizeitreiten, zum Beispiel im Gelände

– Gefütterte Reitstiefel halten den Fuß warm, können aber auch zu warm werden und sind nicht immer perfekt für die Kommunikation zwischen dir und deinem Pferd während des Reitens

Achtung! Noch ein kleiner Tipp zum Schluss

Hier noch ein kleiner Hinweis für dich: Wenn du zu den Dressurreitern gehörst, dann solltest du wissen, dass bei der Dressur der Schaft des Reitstiefels generell etwas länger ist, als bei anderen Reitstiefeln, um das Bein gestreckter wirken zu lassen. Aber Vorsicht! Der Stiefel sollte niemals über das Knie reichen oder bei einem angewinkelten Bein an der Kniekehle reiben!

Für Springreiter sind die Stiefel am besten, die aus weicherem Material gemacht sind, weil sich dann das Bein mit kurzen Steigbügeln besser anwinkeln lässt und das Material formbarer ist. Das gilt auch für den Poloreitsport . Weitere Fakten zum Thema Reiten findest Du auch unter https://reitguru.de

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